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Seed Of Pain - Blindfolded and Doomed
Written by Henrik   

seed of painAlle paar Jahre gibt es eine Band, die es schafft nicht nur eine eigene Identität innerhalb eines bereits vorhandenen Stils aufzubauen, sondern etwas vollkommen Neues zu kreieren, und wenn es nur durch die Mischung vorhandener aber bisher nich vereinbar erscheinender Ideen ist.

Zu diesen Bands zähle ich nun auch die Schweizer Seed of Pain, welche mit Blindfolded and Doomed ein Album erschaffen (dies ist das einzig passende Wort) haben, welches an Intensität und Atmosphäre so sicher nicht nochmal möglich ist. Die Band verknüpft den Nihilismus früher Hardcore-Punk-Bands mit den ausufernden Melodien des derzeit angesagten Post-Metal-Genres und der maschinellen Kälte vieler Industrial-Bands. Okay, das klingt vielleicht erst mal nicht so spannend, aber wenn eine Band es schafft, diese Einflüsse zu 9 Songs zu verarbeiten die derart ineinader überfließen, dass die Zeit quasi still zu stehen scheint und unweigerlich Bilder im Kopf des Zuhörers entstehen, ist dies schon etwas besonderes.
Dies ist mehr ein vertonter schwarz-weiß-Horrorfilm aus den 70ern, als eine Sammlung von Hardcore-Songs. Großartig ist auch der Gastpart von Remo Helfenstein, der mit seiner an klassischen Gesang erinnernden Stimme auch den Soundtrack zu Nosferatu hätte vertonen können. Unnötig zu erwähnen, dass die Lyrics nicht grad Lebensfreude ausstrahlen.

Die CD enthält zusätzlich noch 2 Remixe von Doomed und einen weiteren Song, welche auch sehr gelungen sind und das Gefühl des Ausgeliefert-Seins in einer industriellen Welt nur verstärken. Seed of Pain sind wie Black Flag, Jesu und Isis, welche angesteckt mit dem Irrsinn von Dwids Nebenprojekten eine drogenbeeinflusste Session abhalten.  

www.sopcollectiv.org
www.myspace.com/cobraxrecords

 
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